fil­a­men­to­sus

Parosphromenus fil­a­men­to­sus

P. filamentosus, Paar unterm Gelege in ausgedehnter Höhle (Foto: Dr. J. Schmidt)

Vierke 1981

Erst­beschrei­bung: Parosphromenus fil­a­men­to­sus n.sp. aus SO Bor­neo (Pisces: Belon­ti­idae). Senck­en­ber­giana Bio­log­ica, 61: 363367.



Iden­ti­fika­tion­s­merk­male: Gesamtlänge 4,5 cm. Flossen­formeln: Dor­sale XII-​XIII, 67, total 1820, Anale XI-​XII, 10, total 2122. Die Art gehört also zusam­men mit deiss­neri, quin­decim und palu­di­cola zu den Pracht­gu­ramis mit beson­ders langer Rück­en­flosse. Sie ist im männlichen Geschlecht struk­turell und far­blich auf­grund der charak­ter­is­tis­chen Cau­dale ein­deutig erkennbar: zuge­spitzt aus­ge­zo­gen, mit aus­geprägtem Fil­a­ment, Kern­bere­ich flächig braun­rot, breit schwarz umran­det und außen dünn weißblau gesäumt. Saum und Umran­dung kehren in Dor­sale und Anale wieder, die flächig braun­rot oder grün­blau irisierend mit kleinen oder größeren Anteilen der jew­eils anderen Farbe gefärbt sind. Möglicher­weise zeigen diese Fär­bungsvari­anten Pop­u­la­tion­sun­ter­schiede an. Die Ven­tralen sind grün­blau mit lan­gen Fil­a­menten. Die Weibchen zeigen in Laich­stim­mung die gat­tungstyp­is­che blasse Kör­per­fär­bung, aber auf­fäl­lig far­bige Säume in den unpaaren Flossen. Die Dor­sale ist meist hin­ten abges­tumpft, kann aber auch zuge­spitzt sein (s. Foto Koomans). Auch ihre Cau­dale ist zuge­spitzt mit gerin­gerem Fil­a­ment als beim männlichen Tier.



Ver­wech­slungsrisiko: Im männlichen Geschlecht ist das Ver­wech­slungsrisiko mit anderen Pracht­gu­ramis sehr ger­ing, da bis­lang keine For­men oder Vari­etäten bekannt gewor­den sind, die eine ähn­liche Merk­mal­skom­bi­na­tion zeigen. Auch die Weibchen sind auf­grund der Form ihrer Cau­dale, der lan­gen Dor­sale und oft leichten Zeich­nungsmustern in Dor­sale und Anale meist einiger­maßen gut von anderen Pracht­gu­rami­weibchen unter­schei­d­bar, in jedem Falle in der Balzfärbung.



Vorkommen/​Verbreitung: P. fil­a­men­to­sus kommt in Kali­man­tan Ten­gah (Borneo/​Indonesien) in verzweigten Sys­te­men von Urwald­flüssen in der Nähe von Ban­jar­masin vor. Wie bei den meis­ten anderen Pracht­gu­ramis auch, ist die genaue Aus­dehnung des Ver­bre­itungs­ge­bi­etes unbekannt.



Gefährdung: Unbekannt, aber sehr wahrschein­lich hoch. Da die Größe des Ver­bre­itungs­ge­bi­etes nicht bekannt ist, aber auch im Raum Ban­jar­masin erhe­bliche Trock­en­le­gun­gen und Wald­ver­nich­tungsak­tio­nen stattge­fun­den haben und weiter stat­tfinden, ist eine hochgr­a­dige Exis­ten­zge­fährdung zu befürchten.

Entdeckung/​Ersteinfuhr: xxxxxxxxx



Han­del: Die Art taucht sel­ten, aber gele­gentlich doch im inter­na­tionalen Zoohan­del auf



Haltung/​Zucht: Keine beson­deren Bedin­gun­gen. P. fil­a­men­to­sus ist eine der am wenig­sten spezial­isierten Pracht­gu­rami­arten, die auch Per­so­nen, die mit dieser Gat­tung bis­lang wenig Erfahrung haben, emp­fohlen wer­den kann. Baut ver­glichen mit anderen Vertretern der Gat­tung ein großes Schaumnest und kann große Gelege her­vor­brin­gen (nach Kopic bis zu 200 Eier), doch meist erhe­blich weniger (50 bis 70 Eier bei aus­gewach­se­nen Tieren normal).



Verhalten/​Besonderheiten: Vielle­icht die Art mit dem am stärk­sten aus­geprägten Schaumnest­bau in der Höhle. Das Män­nchen holt dazu kräftig und häu­fig Luft von der Wasser­ober­fläche. Kopf-​nach-​unten-​Balzer. Das balzende Män­nchen kann dabei eine aus­ge­sprochen rauch­dun­kle Gesamt­fär­bung annehmen. Das Weibchen wird gat­tungstyp­isch blass.

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