bin­tan

Parosphromenus bin­tanP. bintan (Foto: H. Linke)

Kot­te­lat & Ng 1998

Erst­beschrei­bung: Parosphromenus bin­tan, a new osphrone­mid fish from Bin­tan and Bangka islands, Indone­sia, with redescrip­tion of P. deiss­neri. Ichthy­olog­i­cal Explo­ration of Fresh­wa­ters, 8: 263272.

Iden­ti­fika­tion­s­merk­male: Gesamtlänge max. 3,5 cm.Struktur Dorsale:XI-XIII, 57, total 1720, Anale: XI-​XIII, 810, total 1922.im Prachtk­leid mit dünn weiß gesäumten unpaaren Flossen, in denen sich bei­d­seitig ein von bre­it­eren dun­klen Zonen gesäumtes blaues Band erstreckt; Kern­zone der Cau­dale schmutzigrot-schwarz.Bauchflossen blau mit rel­a­tiv kurzen weißlich-​blauen Fil­a­menten. ♀-Unter­schei­dung von anderen Arten mit run­der Schwanzflosse an Farb­merk­malen kaum möglich, auf Flossen­formel achten. Balzfär­bung des ♀ blass-​beigefarben. – Nach­dem seit der Erst­beschrei­bung ander­norts viele ähn­liche, aber teil­weise anders gefärbte For­men gefun­den und 2005 von den gle­ichen Autoren weit­ere rund­schwänzige Arten beschrieben wor­den sind, ist die Abgren­zung der Art wieder zweifel­haft gewor­den („bin­tan–Kom­plex“), wenn man nicht mit Kot­te­lat & Ng das isolierte Inselvorkom­men als aus­re­ichen­des Indiz des eige­nen Artranges anse­hen will. Beson­ders in diesem bin­tan–Kom­plex sind genetis­che Unter­suchun­gen vonnöten.

Ver­wech­slungsrisiko:Nach­dem Kot­te­lat und Ng in der gle­ichen Veröf­fentlichung die Art P. deiss­neri neu fest­gelegt haben, kann P. bin­tan bere­its auf­grund der deut­lichen Struk­tu­run­ter­schiede bei­der Arten mit jener Art nicht mehr ver­wech­selt wer­den; Fär­bung­sun­ter­schiede kom­men hinzu. Im männlichen Geschlecht ist das Ver­wech­slungsrisiko mit anderen Pracht­gu­ramis wegen der auch auf Fär­bung­sun­ter­schiede gestützten phäno­typ­is­chen Unter­schei­dung von beschriebe­nen Rundschwanz-​Paros ger­ing, allerd­ings bei vie­len noch unbeschriebe­nen For­men aus anderen Regio­nen des Gesamtvorkom­mensge­bi­etes teil­weise sehr groß (z.B. „spec. „blue line“, spec. Sen­tang, beide Suma­tra). Im weib­lichen Geschlecht ist es sehr groß. Man kann davon aus­ge­hen, dass hier bere­its gele­gentlich Ver­wech­slun­gen und auch unbe­ab­sichtigte Hybridi­s­a­tion vorgekom­men sind.

Vorkommen/​Verbreitung: Nach der Erst­beschrei­bun­gauf den malayis­chen Inseln Bin­tan und Bangka endemisch, tat­säch­lich aber vor allem auf­grund der neueren Funde auf Suma­tra und Bor­neo in der Aus­dehnung wieder unklar.

Gefährdung: Hoch. Wenn die Art inse­len­demisch ist, sehr hoch, wenn sie mit anderen For­men von anderen Orten (teil­weise) iden­tisch sein sollte, weniger hoch, aber noch immer ins­ge­samt hoch. Jede der Einzelfor­men ist hochgr­a­dig existenzbedroht.

Entdeckung/​Ersteinfuhr: Kaum noch rekon­stru­ier­bar. Wahrschein­lich unerkannt bere­its lange vor der Erst­beschrei­bung gele­gentlich gefan­gen und zur Aquar­ien­hal­tung mitgenommen.

Han­del: Im Zoohan­del herrscht ein fast unen­twirrbares Namens– und Indentifikationsdurcheinander.Die dort gele­gentlich unter der falschen Beze­ich­nung „P. deiss­neri“ ange­bote­nen Wild­fänge stam­men nur sel­ten, aber gele­gentlich doch von den Inseln Bangka und Bin­tan. Die Auf­fas­sung, dass es sich also meist tat­säch­lich um P. bin­tan han­dele, kann also in vie­len Fällen nicht richtig sein. Sie geht auf die vielfach noch immer ver­bre­it­ete Vere­in­fachung „Der früher deiss­neri genan­nte Fisch heißt jetzt bin­tan“ zurück. Es kön­nen auch Ver­wech­slun­gen mit anderen rund­flos­si­gen Pracht­gu­ram­i­for­men aus Malaysia oder Indone­sien vor­liegen. Die Ent­deck­ung neuer For­men vor allem von Suma­tra ver­größert das Durcheinan­der der Namen im Han­del noch mehr.

Haltung/​Zucht: Stan­dard­be­din­gun­gen der Prachtgurami-​Haltung und –zucht. Das Team Bor­neo gibt für die Fun­dorte Pulau Bin­tan und Pulau Bangka pH-​Werte von 4.8, GH-​Werte von 0, KH-​Werte von 1 und eine Tem­per­atur von 25.2 Grad Cel­sius bei leicht braunem Wasser an.

Verhalten/​Besonderheiten:Keine Besonderheiten.Kopf-nach-unten-Balzer. Mit­telmäßig aus­geprägtes Schaumnest, manch­mal nur rudi­men­tär. Begleit­fis­che wie Betta–Arten (z.B. B. bur­di­gala oder B. schal­leri)kom­men im heimatlichen Leben­sraum vor.

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