Gallery of P. fil­a­men­to­sus

P.filamentosus-Komplex, Teil 2, Abschnitt 1, ein all­ge­meiner Bericht über die neuen Erken­nt­nisse zu dieser Art aus der jüng­sten Expe­di­tion von

Went­ian Shi (S. J. D. [N. J. B.]) mit Team Bor­neo in Kali­man­tan Tengah.

Anstatt um eine einzelne Art, han­delt es sich bei Fil­a­men­to­sus wahrschein­lich um einen ziem­lich großen Kom­plex, der weit ver­bre­itet ist und aus mehreren Unter­arten mit einer großen Vielfalt lokaler Arten besteht. Der ursprünglich namensgebende Filamentosus-​Typ wurde im südlichen Teil von Kalteng im flussab­wärts gele­ge­nen Gebiet von Sg gefun­den, Bar­ito, in der Nähe von Ban­jar­masin, vor 40 Jahren.

Dieser Typ hat eine rote Farbe in der Mitte der Schwanzflosse und der Basis der Rücken– und After­flosse, aber kein oder kein sig­nifikantes blaues Band neben dem roten Bere­ich. Im Nor­den sind mehrere eng ver­wandte Arten, inc. vgl. fil­a­men­to­sus, sp. Gaw­ing, sp. Ampah doku­men­tiert worden.

Auf unserer Expe­di­tion haben wir über 4 Haupt­flusssys­teme mit einer Aus­dehnung von fast 400 km von der Ost­grenze von Kalteng bis west­lich von Palangkaraya durch­sucht. Wir haben sp. Ampah an der Ost­grenze bestätigt, die sich von allen anderen Filamentosus-​Arten deut­lich unter­schei­det. Sie haben kein Rot auf ungepaarten Flossen, aber fette blaue Bänder.

Mit­tler­weile verteilen sich mehrere ähn­liche Arten vom oberen Bar­ito über Kapuas bis nach Kahayan. Sie haben rote und dünne blaue Lin­ien auf ungepaarten Flossen. Dieser Typ wurde 1991 von Alfred in Kahayan gefun­den und als cf. fil­a­men­to­sus von Linke. Wir haben diesen Typ mit Hilfe unseres lokalen Fre­un­des Patrik bestätigt, die sp. Gaw­ing aus Kapuas von Linke und der neue Typ, den wir in Upper-​Barito fan­den, sind mor­phol­o­gisch dem Kahayan-​Typ ähn­lich. Alle diese drei lokalen Typen haben wir vor­läu­fig zur flia­men­to­sus Kahayan– Kapuas-​Gruppe zusam­menge­fasst, zur Unter­schei­dung vom ursprünglichen fil­a­men­to­sus Barito-​Typ.

Die Ver­bre­itung von Fil­a­men­to­sus reicht bis Sg. Men­taya. Darüber hin­aus sind keine Paros mehr zu finden.

Die Umwelt dieses Gebi­ets wird jedoch durch die Palmölan­bau stark zer­stört, sodass wir nicht sicher sind, ob es sich bei dieser Grenze des Fil­a­men­to­sus um eine Naturkatas­tro­phe oder eine kün­stliche Katas­tro­phe handelt.

Fil­a­men­to­sus sind prächtige große Arten, kön­nen in freier Wild­bahn leicht 4,5+ erre­ichen. Sie leben jedoch sehr oft zusam­men mit ihrem kleinen Ver­wandten Parvu­lus, der nur 1 bis 2 cm groß ist. Im Fol­ge­monat wer­den wir diese Typen geson­dert im Detail vorstellen.

Hof­fentlich genießt ihr alle diese großar­ti­gen Paros.

Der Teil 2, Abschnitt 2, enthält einen aus­führlichen Bericht über den neuen Typ von Fil­a­men­to­sus aus der jüng­sten Expe­di­tion von

Went­ian Shi (S. J. D. [N. J. B.]) mit Team Bor­neo in Kali­man­tan Tengah.

Was ist eigentlich die sp. Ampah ???

Im Jahr 2009 wurde sp. Ampah von Herrn Linke als sp. Kaltimur einge­führt und 2013 in die EU exportiert. Seit­dem ist die Species verschwunden.

Wir haben ein­mal geglaubt, dass Ampah eine Art von nur blauer und schwarzer Farbe auf den Cau­dalen ist, wodurch sie sich von nor­malem Fil­a­men­to­sus unter­schei­det. Aber ist es wirk­lich so?

Wir suchten 3 Tage lang in der ursprünglichen Gegend und fan­den schließlich einen per­fek­ten kleinen Fluss mit wun­der­schönem Schwarzwasser und Cryp­to­co­ryne cor­data. Die Ampah hier sind riesig groß, 4 + cm, manche erre­ichen 4,5. ABER es gibt zwei ver­schiedene Arten, die im sel­ben Fluss gemis­cht sind, manch­mal sogar beide im sel­ben Fang. Eine, Typ 1, ist eine Standard-​Ampah-​Form mit nur blauen, schwarzen und fet­ten Streifen. Eine, Typ 2, hat eine extra rote Farbe im kau­dalen Zen­trum und dünne Bän­der, die eher einem nor­malen Fil­a­men­to­sus ähneln.

Also, ist Ampah ein wirk­lich beson­derer Typ? oder beson­dere Exem­plare ohne Rot?

Wenn wir uns die Bilder des Imports von 2013 anse­hen, kön­nen wir fest­stellen, dass einige der Indi­viduen rote Far­ben haben, näm­lich Typ 2, gemis­cht in Typ 1. Zumin­d­est hat Ampah also zwei Vari­anten. Weit­ere Forschun­gen sind erforder­lich, um das Rät­sel zu klären. Ampah ist leicht zu züchten, mit einer guten Anzahl von Nachkom­men. Die näch­ste Gen­er­a­tion wächst schnell, reagiert aber empfind­lich auf Ood­inium. Auf­grund seiner Größe ist er als Zier­fisch sehr ein­drucksvoll und attrak­tiv. Die gute Nachricht ist, dass der Erhal­tungszu­s­tand dieser Fis­che recht pos­i­tiv ist. Ihr Leben­sraum ist nicht in unmit­tel­barer Gefahr, da sehr weit ent­fernt von Großstädten und schwer zu erre­ichen ist.

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