The
PAROSPHROMENUS PROJECT

The
PAROSPHROMENUS
PROJECT

Distribution

 

Die Prachtguramis der Gattung Parosphromenus sind Fische der moorigen Urwaldsümpfe Südostasiens im Bereich des ehemaligen „Sundalandes“, soweit dieses ungefähr die Fläche der heutigen Staaten Malaysia und Indonesien abdeckt.

 

Noch vor hundert Jahren waren weite Teile Westmalaysias, Sumatras und vor allem Borneos von horizontweitem, kaum durchdringlichen Primärwald („Urwald“) bedeckt. Es gab nur wenige Straßen und größere Siedlungen und Städte hauptsächlich in der Nähe der Küsten und großen Flussmündungen. Noch vor etwa vierzig Jahren waren davon sehr große zusammenhängende Teile erhalten. Der Urwald war vor allem im Tiefland ein feuchter bis nasser Sumpfwald, durchzogen von unzähligen Bächen, Flüssen, Sümpfen und Mooren, die sich in den Regenzeiten frei über weite Flächen ausdehnen konnten. Große Mengen absterbenden pflanzlich-organischen Materials (toter Blätter, Äste, Holz) wurden überspült und erzeugten jenes saure, extrem weiche Schwarzwasser, das für die dortigen Lebensgemeinschaften typisch ist. Dies waren und sind noch heute die Lebensräume der Prachtguramis. Allerdings mit dem Unterschied, dass heute nur noch ein kümmerlicher Flickenteppich kleiner Reste der ursprünglichen Landschaft erhalten geblieben ist, in Westmalaysia kaum noch nennenswerte Flächen, in Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos und in Sarawak, dem malaysischen, bislang noch mehr, aber auch hier alljährlich weniger. Vor allem die Feuchtgebiete der Tiefländer wurden fast überall großenteils zerstört.

 

Die große Zerstörung begann in den fünfziger und sechziger, immer stärker in den siebziger und achtziger Jahren:  eine gigantische Lebensraumzerstörung ohne jede Rücksicht auf die dort lebenden Menschen und erst recht die dort vorhandene, im Weltmaßstab Spitzenwerte erreichende Biodiversität. Sie leitete das heutige Zeitalter der anthropogen verursachten Existenzgefährdung dieser Fischgruppe und vieler ihrer Symbionten ein.

(PF)